der.finanzjurist Stand 02.11.2026 · Allgemeine Information, keine Anlageberatung
Checkliste zum Reel

Der Kostendeckel gilt nur für ein Depot. So prüfst du jedes Angebot.

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Fang mit einer Frage an: Ist das ein Standarddepot, und wie hoch sind die Effektivkosten in Prozent?

Ab dem 1. Januar 2027 gibt es das Altersvorsorgedepot, und die Werbung redet über 540 Euro Zulage. Die Grenze von 1,0 Prozent Kosten steht aber nur für das Standarddepot im Gesetz. Die Checkliste zeigt dir, wo die Kosten in deinem Angebot stehen und was dich jeder Zehntelprozentpunkt bei deinem Depotstand im Jahr kostet. Zum Ausrechnen und Abhaken.

6 Seiten, sofort per WhatsApp Jede Angabe mit Paragraf Kommt direkt per WhatsApp
1,0 %
Effektivkosten sind die Obergrenze, aber nur beim Standarddepot
50 €
kostet jeder Zehntelprozentpunkt im Jahr bei 50.000 Euro im Depot
750 €
Kosten im Jahr bei 1,5 Prozent und 50.000 Euro, die Zulage liegt bei höchstens 540 Euro
Warum diese Checkliste

Die Zulage steht in der Werbung, die Kosten stehen im Produktinformationsblatt.

Die Zulage kommt jedes Jahr gleich hoch. Die Kosten hängen am Depotstand und wachsen mit. Wer im Januar unterschreibt, ohne die eine Zahl zu kennen, zahlt sie bis zur Rente.

1

Der Deckel

Das Gesetz begrenzt die Effektivkosten nur beim Standarddepot. Bei anderen Altersvorsorgedepots müssen die Kosten ausgewiesen werden, ihre Höhe bleibt frei.

Höchstens 1,0 % nur beim Standarddepot
2

Das Blatt

Die Zahl steht im individuellen Produktinformationsblatt. Das muss dir der Anbieter geben, bevor du unterschreibst. Mehr Kosten, als dort genannt sind, schuldest du nicht.

Eine Zahl, Effektivkosten
3

Das Zehntel

Teile deinen Depotstand durch 1.000. Das Ergebnis kostet dich jeder Zehntelprozentpunkt im Jahr. Bei 100.000 Euro sind das 100 Euro.

Depotstand geteilt durch 1.000
Der Vergleich ist bei jedem Anbieter möglich.

Wer ein anderes Altersvorsorgedepot anbietet, muss bestätigen, dass er auch mindestens ein Standarddepot im Angebot hat. Frag danach und leg beide Zahlen nebeneinander.

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  • Wo die Kosten stehen: sechs Stellen im Produktinformationsblatt, mit Paragraf.
  • Die Tabelle: was jeder Prozentsatz bei 10.000 bis 200.000 Euro Depotstand im Jahr kostet.
  • Dein Blatt zum Ausrechnen in sechs Zeilen, mit dem Beispiel aus dem Reel.
  • Die Checkliste vor der Unterschrift, ein Blatt für deine Angebote und eine Mail an den Anbieter.
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Was drinsteht

Sechs Abschnitte, jede Angabe mit Paragraf.

Erst die Rechtslage, dann deine Zahl, dann die Fragen, die du jedem Anbieter stellst.

01

Die Rechtslage

Für welches Produkt welcher Deckel gilt und wo das steht.

  • Drei Produkte im Vergleich, mit und ohne Deckel.
  • Was Effektivkosten sind, in zwei Sätzen.
  • Woran du ein Standarddepot erkennst.
02

Deine Zahl

Was die Kosten bei deinem Depotstand im Jahr und über 30 Jahre ausmachen.

  • Die Tabelle nach Depotstand und die Faustformel.
  • Ab wann die Kosten die Zulage überholen, je Prozentsatz.
  • Die Modellrechnung über 30 Jahre von 0,3 bis 2,0 Prozent.
03

Die Fragen

Was die Zahl nicht zeigt und was du vor der Unterschrift klärst.

  • Die Lücken der Effektivkosten: Auszahlphase, eigene Fondswahl, feste Gebühren, Aktionspreise.
  • Acht Fragen vor der Unterschrift und eine fertige Mail an den Anbieter.
  • Kostenerhöhung und Wechsel: was der Anbieter berechnen darf.
Passt das zu dir?

Für wen diese Checkliste gemacht ist.

Richtig hier bist du, wenn …

  • du ab 2027 ein Altersvorsorgedepot abschließen willst oder schon ein Angebot auf dem Tisch hast
  • du wissen willst, ob dein Angebot unter den Deckel fällt oder nicht
  • du verschiedene Anbieter vergleichen willst und eine Zahl dafür suchst
  • dir jemand ein Depot empfiehlt und du seine Kosten nachrechnen willst

Eher nicht, wenn …

  • du eine Empfehlung für einen bestimmten Anbieter suchst; die Checkliste gibt dir die Fragen, nicht die Antwort
  • du ein freies ETF-Depot ohne Förderung vergleichst; für das gelten diese Regeln nicht
  • dein Vertrag schon vor 2027 läuft; dafür gelten die bisherigen Kostenregeln weiter
Porträtaufnahme des Absenders der.finanzjurist

der.finanzjurist

Die juristische Perspektive auf Geldthemen

Als Finanzjurist lese ich das Gesetz, nicht die Werbung. Dort steht der Kostendeckel an einer Stelle und gilt für eine Variante. Das ist kein Skandal, aber es entscheidet, ob du dein Angebot prüfen musst. Mit dieser Checkliste kennst du den Preis, bevor du unterschreibst.

Die Checkliste fasst die allgemeine Rechtslage zusammen. Sie heißt nicht, dass das Standarddepot für jeden das Richtige ist, und ersetzt keine Beratung in deinem Einzelfall. Sie empfiehlt kein Produkt und keinen Anbieter.

50.000 Euro im Depot. 50 Euro je Zehntelprozentpunkt. Jedes Jahr.

Die Checkliste zeigt dir, wo die Zahl steht und was sie bei deinem Depot bedeutet. Der Rest sind zehn Sekunden.

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